1593 - Der genaue Beginn des Schulwesens in unserem Raum ist nicht bekannt.
1593 wird Henrikus Schrage als „Scholemester zu Ankum“ urkundlich erwähnt.
1655 - Die Ankumer Schule war einklassig und hatte 90 Schüler. Der Besuch der Schule war
freiwillig, kostete aber Schulgeld in Pfennigbeträgen, da die Lehrer keine gesonderte
Besoldung erhielten.
1786 - Eine zweite Verordnung einer allgemeinen Schulpflicht wurde im Osnabrücker Land
erlassen, der aber auch – wie die erste 1693 - kaum Folge geleistet wurde. Die Schulaufsicht wurde den Kirchen unterstellt, d.h. dem Pfarrer vor Ort.
1820 - Nach verschiedenen „Schulstuben“ wird das erste Schulhaus neben der Kirche erbaut
(an der Stelle der heutigen Küsterei).
1835 - Im „Kirchspiel Ankum“ gibt es 10 katholische und 3 evangelische Volksschulen
(kath.: Ankum, Ahausen, Bokel, Rüssel, Westerholte, Druchhorn, Nortrup, Ketten-
kamp, Hekese, Striekel und evang.: Nortrup, Talge, Restrup).
1868 - Gründung der „Höheren Bürgerschule“, spätere Mittelschule, die heute als Realschule
weiterexistiert. Dafür wurde 1877 am Vogelboll ein erstes Schulgebäude errichtet.
1878 - Die sogenannte Dorfschule für Knaben und Mädchen“ wird eingeführt, in der in der
gemeinsamen Unterklasse (1./2. Schulj.), der gemeinsamen Mittelklasse (3./4. Schulj.),
sowie getrennt nach Knaben und Mädchen in der Oberklasse (5.-8.Schulj.) unterrichtet
wird. Schon 1837 war die „Töchterschule“ an der Aslager Str. gebaut worden.
1900 - Schulbau der Volksschule mit 3 Klassenräumen und Lehrerwohnungen am Vogelboll;
heute steht an gleicher Stelle das Hauptgebäude der Grundschule (Zeichnung: linkes
Gebäude). 1913 wird ein zweites Gebäude für die Volksschule mit weiteren drei
Klassen und Lehrerwohnungen erbaut, sowie einige Jahre später, 1919, ein Anbau für
eine kleine Turnhalle. Der Schlussstein des Einganges steht heute zur Erinnerung an
entsprechender Stelle auf dem Schulhof (Zeichnung: rechtes Gebäude).
1911 - Zum ersten Mal erhalten die Schüler und Schülerinnen zwei Mal im Jahr ein Zeugnis:
im Herbst und Ostern.
1941 - Einfühung der lateinischen Schrift. Die bisherige Schrift „Fraktura“ / „Sütterlin“ wird
nicht mehr erlaubt.
1948 - An der Volksschule wird die Klassenstärke von 70 auf 50 Schüler gesenkt. Es
bestehen 9 Klassen mit zusammen 440 Schülern.
1952 - Erstellung des zweiklassigen Schulgebäudes an der Schulstraße. Es wird noch heute
von der Grundschule für den Schulkindergarten benutzt.
1958 wird die Turnhalle errichtet, die von Mittelschule und Volksschule gemeinsam
genutzt wird.
1962 - Einführung des 9. Schuljahres an der Volksschule. Ankum wird dafür Stammschule
für die Bauernschaftsschulen.
1963 - Neubau eines 6-klassigen Schulgebäudes an der Kolpingstraße.
1968 - Auflösung der Volksschule in Westerholte. Es folgten 1970 die Auflösung der
Volkschule in Rüssel, 1971 in Druchhorn und 1972 in Ahausen.
1968 - Neubaubeginn der Realschule am Kattenboll zum 100jährigen Bestehen mit 14
Klassen, 10 Fachräumen, mit Turnhalle und Kleinschwimmhalle.
1996 wurde die große Ballsporthalle mit drei Spielfeldern und Zuschauertribüne
gebaut und 1998 die Erweiterung der Realschule um acht Klassenräumen realisiert.
1972 - Neubaubeginn der Hauptschule am Kattenboll mit 20 Klassenräumen und 12 Fach-
räumen und Turnhalle. 1975 wurde die Orientierungsstufe (Kl. 5/6) der Hauptschule
angegliedert, zu der auch die Schüler aus Eggermühlen und Kettenkamp fuhren.
2003 wurde die Orientierungsstufe von der Landesregierung wieder abgeschafft.
1978 - Eigenständige Grundschule Ankum mit eigener Schulleitung.
1980 wurde dafür ein Schulneubau mit sechs Klassenräumen und einer Schulaula
errichtet und 1994 noch einmal durch einen Erweiterungsbau mit sechs Klassenräumen am bisherigen Schulstandort in der Dorfmitte am Vogelboll ergänzt.
1996 - Einführung des Schulkindergartens, der organisatorisch der Grundschule angegliedert wird.
2000 – Einführung der Verlässlichen Grundschule mit Beginn des Englischunterrichts in den Klassen 3 und 4.
(Zeichnungen: Werner Kranz)